Blatt

Marb. Dep. II, 273

Kassel, Staatliche Museen, Graphische Sammlung - Zope-Id: 13942

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Originalscan
Ort Kassel
Institution Graphische Sammlung
Teilbestand
Signaturen Marb. Dep. II, 273
Gegenstand Burguffeln, Bauaufnahme und Entwurf, Lageplan mit Grundrissen
Künstler unbekannt, ()
recto recto Zeichnung Zeichnung
Beschriftung Beschriftung
Skala Maßstab
verso verso
Stempel
Wasserzeichen Krone über Wappen mit Lilie und "IV"
Papierqualitaet Papier
Papierfarbe
Größe 732 x 667 mm
Zustand
Montierung
Datierung 1. H. 19. Jh.
Bauwerk
Bauwerk-Links
Schriftquellen
Zeichnungen
Stiche
Fotos
CAD
Literatur
Kommentar Nach der Übernahme der Besitzung Burguffeln 1750 beabsichtigte Erbprinz Friedrich von Hessen-Kassel, die Hofanlage großzügig umzugestalten. Über das Ausmaß und die Form der geplanten Baumaßnahmen gibt das vorliegende Blatt Auskunft. Die zum Abbruch vorgesehenen Gebäude sind durch Punktierung und schwache Gelbtönung markiert, die geplanten Neubauten rosa. Es wird deutlich, daß nicht nur fast alle vorhandenen Wirtschaftsgebäude und die mittelalterliche Burganlage, sondern auch die Kirche beseitigt werden sollten, um einen großen freien Hofraum mit einer regelmäßigen Umbauung zu schaffen. In seiner Mitte ist eine Pferdeschwemme mit Brunnen eingezeichnet. Als Ersatz für die entfernten Bauten war im nördlichen Hofbereich an ein großes L-förmiges Stall- und Scheunenbauwerk gedacht. Ein Kirchenneubau, der durch abgerundete Ecken auffällt, sollte die Hofanlage im Nordwesten abschließen. Weitere Planungsüberlegungen sind an verschiedenen Stellen in Graphit eingetragen, was den vorläufigen Charakter des Blattes verdeutlicht. Die in der Zeichnung eingetragenen Projekte wurden nur in bescheidenerem Umfang realisiert; insbesondere blieb die alte Kirche stehen. \nDer Plan belegt weiterhin, daß zum Zeitpunkt seiner Entstehung bereits erste Veränderungen an der Gesamtanlage vorgenommen worden waren. So ist eines der beiden im älteren Lageplan Marb. Dep. II, 272 dargestellten Wohnhäuser südlich der Kirche verschwunden und anstelle des Schafstalles im südlichen Wirtschaftstrakt das in dieser Form noch heute existente Brauhaus entstanden. Es ist, wie ein anderer Plan (Marb. Dep. II, 271) ausweist, nach 1752 errichtet worden, woraus sich ein terminus post quem für die Entstehung des Blattes ergibt.
Autor GF