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GS 12979

Kassel, Staatliche Museen, Graphische Sammlung - Zope-Id: 7912

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Vorschaubild
Originalscan
Ort Kassel
Institution Graphische Sammlung
Teilbestand
Signaturen GS 12979
Gegenstand Kassel, Landgrafenschloß, Bauaufnahme der Beletage, Grundriß
Künstler Mollwiz, Tobias Niclas (Zeichner)
recto recto Zeichnung Zeichnung
Beschriftung Beschriftung  /  Beschriftung  /  Beschriftung
Skala Maßstab
verso verso
Stempel
Wasserzeichen Lilie
Papierqualitaet Papier
Papierfarbe
Größe 242 x 368 mm
Zustand
Montierung
Datierung 1735/37 (um)
Bauwerk
Bauwerk-Links
Schriftquellen
Zeichnungen
Stiche
Fotos
CAD
Literatur
Kommentar Der Plan der "bel-Etage" des Landgrafenschlosses ist ebenso wie der Erdgeschoßgrundriß französisch beschriftet und bezieht sich in der Signatur auf Louis Remy de La Fosse: "levé par D L F. Archt: 1722 / T N Mollwiz delin:". Dies läßt darauf schließen, daß Mollwiz einen Plan von de La Fosse als Vorlage benutzt hat. Interessanterweise ist der entsprechende Grundriß heute aber nicht mehr vorhanden. Vorhanden ist vielmehr ein Ausbauentwurf de La Fosses, der allerdings eine grundsätzliche Verwandlung in eine regelmäßige Schloßanlage zum Thema hat (StAM P II 9580/16; vgl. Katalog Darmstadt 1980, Kat.Nr. 127). Es ist aber nicht unwahrscheinlich, daß eine entsprechende Zeichnung von de La Fosse existiert hat, denn im Nachlaßinventar Wilhelms VIII. von 1760 werden fünf Pläne vom Landgrafenschloß ‘vom Major Lafosse' aufgeführt; auf uns gekommen sind aber nur vier (Katalog Darmstadt 1980, S. 128). Der Plan von Mollwiz könnte also durchaus eine Kopie des verlorenen fünften Blattes sein.\nIm ersten Stockwerk des Landgrafenschlosses befanden sich traditionell die Repräsentationsräume sowie die beiden fürstlichen Appartements. Im Backhausbau erstreckte sich auf dieser Etage über sechs Fensterachsen der " Salle d'or" (Goldene Saal) mit einem kleinen abgetrennten Vorsaal. Im Eingangsflügel befand sich der große "Salle a manger", in der südlichen Ecke schloß sich eine weiteres kleines Speisezimmer an. Ebenso wie die Anordnung der fürstlichen Gemächer ist diese Raumverteilung auch noch 1774 auf dem Plan von Johann Henrich Wolff (StAM P II 342/3/2) gültig.
Autor UH