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GS 12980

Kassel, Staatliche Museen, Graphische Sammlung - Zope-Id: 7913

Vorschau
Vorschaubild
Originalscan
Ort Kassel
Institution Graphische Sammlung
Teilbestand
Signaturen GS 12980
Gegenstand Kassel, Landgrafenschloß, Bauaufnahme des zweiten Obergeschosses, Grundriß
Künstler Mollwiz, Tobias Niclas (Zeichner)
recto recto Zeichnung Zeichnung
Beschriftung Beschriftung  /  Beschriftung
Skala Maßstab
verso verso
Stempel
Wasserzeichen "IV."
Papierqualitaet Papier
Papierfarbe
Größe 241 x 366 mm
Zustand
Montierung
Datierung 1735/37 (um)
Bauwerk
Bauwerk-Links
Schriftquellen
Zeichnungen
Stiche
Fotos
CAD
Literatur
Kommentar Der Plan des zweiten Geschosses baut auf den beiden Grundrissen der unteren Etagen auf, ist jedoch nur spärlich beschriftet und unsigniert. Die Art der Zeichnung und die Beschriftung verweisen aber eindeutig auf T. N. Mollwiz (vgl. GS 12979). In diesem Stockwerk lagen hauptsächlich fürstliche Wohn- und Schlafräume, die allerdings auf altertümliche Weise nicht mit gemeinsamen Korridoren versehen, sondern vorwiegend nur hintereinander begehbar waren. Die Schloßkirche in der östlichen Ecke erstreckte sich über drei Etagen und besaß zweistöckige Emporen, die von den Wohnräumen aus zugänglich waren. Der "Roth-Stein" bezeichnet den großen, mit Teppichen und Kunstwerken ausgestatteten Saal, den man durch das sog. "Herkules Vorgemach" betrat (Heppe 1995, S. 188f.). Die in der südlichen Ecke im Küchenbau anschließenden Herkulesgemächer umfaßten die gesamte Raumfolge eines Appartements, wobei das Bett im Schlafgemach in einen Alkoven gesetzt ist. Im Backhausbau waren zur Entstehungszeit des Plans in den 30er Jahren des 18. Jahrhunderts die Gemächer des Statthalters Wilhelm, des späteren Landgrafen Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel, untergebracht, da die fürstlichen Gemächer im ersten Geschoß damals noch für den König von Schweden, Landgraf Friedrich I., und seine Gattin reserviert waren. Im Frauenzimmerbau oberhalb des Appartements der Fürstin ist mit Graphit eine kleine "Küche" eingezeichnet, daneben befanden sich drei Kinderzimmer, die aber damals wahrscheinlich nicht benutzt wurden (Heppe 1995, S. 190).
Autor UH