Blatt

GS 14611

Kassel, Staatliche Museen, Graphische Sammlung - Zope-Id: 8755

Vorschau
Vorschaubild
Originalscan
Ort Kassel
Institution Graphische Sammlung
Teilbestand
Signaturen GS 14611
Gegenstand Kassel, Garnisonkirche, Aufrißentwurf von Süden
Künstler unbekannt, ()
recto recto Zeichnung Zeichnung
Beschriftung Beschriftung  /  Beschriftung  /  Beschriftung
Skala Maßstab
verso verso
Stempel
Wasserzeichen -
Papierqualitaet Papier
Papierfarbe
Größe 400 x 340 mm
Zustand
Montierung
Datierung 1835 (um)
Bauwerk
Bauwerk-Links
Schriftquellen
Zeichnungen
Stiche
Fotos
CAD
Literatur
Kommentar Das Blatt präsentiert die Südseite der Garnisonkirche mit den eingezeichneten Firstlinien der Nachbargebäude, die die Schwierigkeit für die Belichtung des Kirchenraums deutlich werden läßt. Der Umbauentwurf zielte auf eine Veränderung des mittleren Dachraums ab, die hier in Rot eingezeichnet ist und einen anderen Neigungswinkels des zu durchfensternden mittleren Dachbereichs vorsah. Ob und inwieweit dieser Entwurf das Projekt zur besseren Belichtung des Kirchenraumes berührt, läßt sich anhand der Zeichnung nicht erschließen. Möglicherweise war ein offener Dachstuhl geplant, um eine Lichtführung von oben zu erreichen. Der Umbau des Dachstuhls wäre in jedem Fall notwendig gewesen. Durch eine weitere Dachgaube war eine zusätzliche Belichtung an der Ostseite der Kirche geplant.\nDie römische Zahl "II." in der rechten oberen Ecke deutet das Vorhandensein mindestens einer weiteren zugehörigen Zeichnung an, die vermutlich einen Querschnitt und eventuell eine Ansicht der Nordseite zum Gegenstand hatte. Ein im Hessischen Staatsarchiv Marburg vorhandene Querschnitt (StAM P II, Nr. 4111/3) gibt die nach Süden hin verstärkte Dachneigung an, ohne jedoch eine entsprechende Numerierung aufzuweisen. \nDas Motiv und die damit in Zusammenhang stehende Thematik dieses Südseitenaufrisses finden sich in einem Vergleichsblatt wieder (GS 14607). In beiden Fällen werden die Umrisse der angrenzenden Häuser und insbesondere ihrer für die Lichtführung wichtigen Firstlinien auf der Fassade der Garnisonkirche dargestellt. Im Gegensatz zu dem Vergleichsblatt, das durch verschiedene Lavierungsfarben eine Abgrenzung zwischen existierender und geplanter Bebauung vornimmt, wurden hier die Umrißlinien in verschiedenen Farben ausgeführt. Dabei ist die schwarze Feder der existierenden Bausubstanz vorbehalten. Davon grenzt sich die rot gestrichelte Linie der Bebauungsplanung an der Barackenstraße ab, die neben dem Wohnhaus einen Anbau in Form eines schmalen Mauerstreifens mit kräftiger Gesimsgliederung zeigt, bei dem es sich um das zu versetzende Wachthaus handeln könnte (StAM Best. 190a, Kassel, Nr. 304).
Autor MH